Kirche San Giuseppe Lavoratore – Cesanella

Die Kirche San Giuseppe Lavoratore wurde 1967 nach einem Entwurf des Architekten und Professors Gabriele Bonazza aus Senigallia begonnen. Trotz ihrer künstlerischen und dekorativen Schlichtheit weist die Rundkirche einige Elemente auf, die besondere Beachtung verdienen.

Beginnend auf der rechten Seite des Ambo findet man zum Beispiel das Bildnis der Madonna del Rosario, der Schutzpatronin der gesamten Gemeinde. Hervorzuheben sind zudem die Arbeiten des Künstlers Andrea Ippoliti aus Senigallia: das Portal links vom Haupteingang, die Gestaltung des neuen Ambo und das wunderschöne Kruzifix hinter dem Hauptaltar.

Das aus Bronzeguss gefertigte Portal zeigt die Szenen der Verkündigung: den Engel und die Jungfrau. Über ihren Bildern stehen die Worte „Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade“, jedoch in der griechischen Fassung: „Chaire Maria kecharitomene“.

An der Vorderseite des Ambo hingegen finden wir die Symbole des Tetramorphs, also die Symbole der vier Evangelisten. Diese Symbole halten in der Mitte ein aufgeschlagenes Buch mit Worten aus dem Prolog des Johannesevangeliums, verfasst sowohl in altgriechischer Schrift als auch in italienischer Übersetzung: „Und das Wort ist Fleisch geworden“.

Hinter dem Hauptaltar befindet sich schließlich ein prächtiges Kruzifix, bei dem das Kreuz selbst wie vom Wind geformt wirkt. Dieser Wind ist das Symbol für den Geist sowie für das Heil und die Auferstehung. Vom Portal auf der linken Seite über den Ambo, der fast wie der Bug eines fahrenden Schiffes anmutet, bis hin zum mit Blattgold überzogenen Kreuz ist das Thema des Windes das Leitmotiv, das uns von der Passion zur Auferstehung führt. Dieses Kreuz ist somit nicht nur ein Symbol für Qual und Tod, sondern ein Zeichen der Rettung und des neuen Lebens.

Ein letzter Aspekt, der im Inneren dieser Rundkirche auffällt, ist das Taufbecken. Es befindet sich heute unmittelbar links vom Eingangsportal, war aber ursprünglich als Taufbecken zur Ganzkörpertaufe konzipiert. Man wollte damit an den Weg der Neophyten zur Zeit Jesu erinnern, die in ein Bassin hinabstiegen – in Erinnerung an den Gang in den Jordan –, um symbolisch ganz in das Wasser einzutauchen.

Abschließend sei erwähnt, dass das Wort „Taufe“ selbst von dem altgriechischen Verb „baptizō“ abstammt, was eben „eintauchen“ bedeutet – das vollständige Eintauchen in das Leben und in die Größe des christlichen Daseins.

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Freier Eintritt

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